Fledermauskästen kaufen oder selber bauen?

Fledermauskästen kaufen oder selber bauenSie gehören zu den eindrucksvollsten Tierarten dieser Welt – und man kann sie im heimischen Garten bewundern: Fledermäuse, die sich immer wieder gerne in extra für sie angebrachten Fledermauskästen niederlassen.

 

Immer mehr Umwelt- und Tierfreunde wollen die Fledermaus in ihrer Ansiedlung unterstützen – denn die fliegenden Säugetiere haben es hierzulande zunehmend schwer, geeignete Verstecke, Unterschlupfe und Brutstätten zu finden. Statt Waldrändern, Lichtungen und Baumbestand herrschen in Städten Häuserlinien und dichte Bebauung. Doch gerade an Hausfassaden lässt sich ein Fledermauskasten ebenfalls exzellent anbringen.

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Bleibt die Frage: Kaufen oder selber bauen?

Selbst ist der Mann / die Frau: Hämmern, sägen, bohren – Heimwerken liegt voll im Trend.

Wer selbst Hand anlegt, weiß am Ende, was er hat, kann alles ganz nach eigenen Vorstellungen umsetzen. Und kennt die Erfüllung gut, die das Gefühl mit sich bringt, etwas mit eigenen Händen geschaffen zu haben. Zumal, wenn es nützlich ist und einen Beitrag zum Umweltschutz leistet: Ein Vogelhaus, eine Futterstelle für Igel oder Fledermauskästen sind auf der Beliebtheitsskala des Bastelns in Eigenregie vorne mit dabei.

Kein Wunder also, dass sich zahlreiche Baupläne für die Architektur dieser Bauten finden – benötigt werden lediglich die richtigen Materialien, wie zum Beispiel Tannen- oder Fichtenholz sowie ein wenig Wellpappe, und ein wenig handwerkliches Geschick.

 

Der Fledermauskasten ist mehr als nur ein Haus aus Holz

Der Fledermauskasten ist mehr als nur ein Haus aus HolzDoch: Ein Fledermauskasten ist nicht einfach ein Kasten aus Holz. Fledermäuse sind hoch anspruchsvolle und sensible Tiere. Und hier fangen die Probleme für den Hobbyhandwerker mitunter an.

Das Holz darf nicht behandelt oder gar lackiert sein – dies kann man noch mit einem gezielten Einkauf im Baumarkt des Vertrauens realisieren. Doch am besten sollten auch keine schädlichen Leime oder Klebstoffe verwendet werden. Auch wenn man Nägel nutzt, gilt größte Obacht: Wenn diese auch nur ein Stückchen durch das Holz ragen, können sich die kleinen Säuger lebensgefährlich an ihnen verletzen.

Und auch sonst gilt es, einiges zu beachten:

  • Wie groß sollten Fledermauskästen sein?
  • Wie und in welche Höhe ist das Einflugloch anzusetzen?
  • Wie groß darf das Einflugloch sein, damit Fledermäuse hindurchpassen, andere Vögel oder gar Fressfeinde aber auf keinen Fall?
  • Wie stellt man sicher, dass man die Bauten auch reinigen und Kot aus ihnen entfernen kann?
  • Was muss man bei der Anbringung beachten?

Fragen über Fragen, die auch mancher Bauplan nicht schlüssig zu beantworten weiß. Und mit einem Fledermauskasten ist es meist nicht getan: Die Fledermaus nämlich lebt vorzugsweise in Gemeinschaft. Da müssen es also schon ein paar Unterschlupfmöglichkeiten mehr sein.

Nicht immer zudem wird die Anstrengung belohnt: Die Tiergattung gilt als äußerst scheu und misstrauisch.

Mitunter kann es Jahre dauern, bis sich die nachtaktiven Tiere niederlassen.

Die einzelnen Arten (Abendsegler, Wasserfledermaus, Rauhautfeldermaus) haben auch noch jeweils spezielle Vorlieben.

Als Selbstbastler von Fledermauskästen muss man demnach nicht nur Handwerker, sondern auch ein kleiner Biologe sein.

 

Mit einem Kauf aufs Wesentliche konzentrieren – und alles richtig machen

Mit einem Kauf aufs Wesentliche konzentrieren – und alles richtig machen

Wer sich diesen Aufwand ersparen und dennoch Fledermäusen ein Quartier im Garten oder an der Hausfassade bieten möchte, kann es sich natürlich auch leichter machen und Fledermauskästen kaufen.

So geht man keine Risiken ein und hat ein gutes Gewissen, alles richtig gemacht zu haben, um den seltenen Seglern ein optimales Häuschen zu stellen.

Beim Kauf gilt es selbstverständlich auch,  auf die ökologische Qualität zu achten. Ohne Zusatzstoffe, ohne Farben und Lacke, die dem Tier gefährlich werden können.

Die Tiere werden den Unterschied zwischen einem gekauften und selbstgebastelten Fledermauskasten nicht merken – und der Hobbyhandwerker kann sich ganz auf die richtige Anbringung – und diese ist schon kompliziert genug! – konzentrieren.

Denn zuviel Sonne ist ebenso schädlich wie zuviel Zugluft.

  • Ost, West, Süd, Nord – an welcher Seite des Hauses bringt man es nun an?

Allein mit diesen Fragen kann sich der Hobbyhandwerker ausgiebig beschäftigen – und sich richtig ausleben. Da muss es nicht auch noch die Herstellung selbst sein. Diese kann man getrost den Fachhändlern von Fledermauskästen überlassen, wie Wildtierfreund.de.

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